knx.ch - vom EIB zum KNX  

Vom EIB, über Konnex, zu KNX

Konvergenz als Sicherheit für den Endverbraucher, die Geschichte vom EIB zu KNX

Siemens begann ab 1984 mit der Entwicklung eines Systems auf Basis einer separaten zweiadrigen Niedervoltleitung sowie der entsprechenden Hard- und Software. 1987 gründeten die Unternehmen Berker, Gira, Jung, Merten und Siemens die Instabus-Gemeinschaft und entwickelten dieses Bussystem weiter.

Um die Verbreitung des Bussystems zusätzlich zu fördern gründeten die vorerwähnten Firmen zusammen mit weiteren 10 bekannten europäischen Herstellern am 5. Mai 1990 in Brüssel die EIBA, die European Installation Bus Association.

Parallel entstanden in Europa zwei zusätzliche Bussystem, der französische Batibus und mit europäischen Fördermitteln, das System EHS.
Im Jahr 2000 wurden diese drei europäischen Systeme unter dem Dach der Konnex Association (später in KNX Association umbenannt) zusammengeführt. Dies mit dem Ziel, die drei bestehenden Bus-Systeme zu einem gemeinsamen, durchgängigen und genormten weltweiten Installationsbus-Standard, dem KNX-Standard, zusammenzuführen. Der KNX-Standard vereint somit die besten Eigenschaften der Systeme:

- EIBA (European Installation Bus Association)
- Batibus Club (Batibus Club International)
- EHSA (European Home Systems Association)

Mit den Technologien Twisted-Pair, Powerline, Infrarot, Funk und IP unterstützt das System alle gängigen Übertragungsmedien.

Aus diesem Grund lassen sich auch alle bisherigen EIB-Produkte kompatibel in den neuen Konvergenzstandard KNX einbinden.
KNX ist daher nicht etwas Neues, sondern eine zusätzliche Erweiterung des früheren EIB-Standards und bringt folgende, zusätzliche neue Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten, wie etwa:

- Funk und IP als zusätzliches Übertragungsmedien für die Busanwendung
- Systemerweiterungen für die Funktionen der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie den Sicherheitsbereich
- Zusätzliche Inbetriebnahme-Mechanismen und Möglichkeiten, gewisse KNX-Infrastruktur-Dienstleistungen auch durch Dritte anzubieten.


KNX-Systemstandards

Unterteilung in drei Modi:

- S-Mode: System Configuration
Entspricht den heutigen EIB-Geräten, konfigurierbar und inbetriebsetzbar mit der ETS.
Aufgrund der hohen Funktionalität und Parametriermöglichkeit für alle Anwendungen, auch für komplexe Installationen, geeignet.

- E-Mode: Easy Configuration
Programmierbar mittels zentraler Steuereinheit, Code-Rädern, easy-Software, udg.
Aufgrund der eingeschränkten Funktionalität sind "E-Mode-Geräte" in erster Linie für kleinere Installationen geeignet.

- A-Mode: Automatic Configuration
Plug & Play, geeignet z.B. insbesondere für Haushaltgeräte/ Unterhaltungselektronik sowie für Service-Provider. 


Kompatibilität und Interoperabilität

Das technische Systemmodell des KNX-Protokolls basiert auf folgenden Prinzipien:

- Offener und gemeinsamer Standard über alle Gewerke
- Interoperabilität (Zusammenarbeit) von Produkten verschiedener Herkunft auf dem gleichen Kommunikationsnetzwerk
- Drei technische Konfigurationsmodelle: S-Mode, E-Mode und A-Mode
- Gemeinsamer Kommunikations-Kernel
- Unterschiedliche Möglichkeiten der technischen Anbindung der Geräte wie:
 
Twisted-Pair, Powerline, Infrarot, Funk und IP
- Rückwärtskompatibel zu existierenden "älteren" EIB-Produkten


Tool Software ETS

Die Engineering-Tool-Software ETS wird beibehalten und laufend weiterentwickelt.
Die ETS wird auch weiterhin für die sogenannten "S-Mode-Produkte", d.h. für die Mehrzahl der Produkte verwendet, die für die Projektierung und die Inbetriebnahme die ETS-Unterstützung benötigen.


 
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